Präsentation - mündliche Prüfung


Da ich vermehrt Anfragen bezüglich des Präsentationsaufbau zur mündlichen Prüfung erhalten habe, stelle ich euch meine als Anschauungsbeispiel zur Verfügung.

Hierbei handelt es sich um die Handreichung für die Prüfer, die sich von der eigentlichen Präsentation durch zusätzliches Anschauungsmaterial unterscheidet.

Grundsätzlich sollte die Präsentation nicht mehr als 9-12 Seiten + Deckblatt umfassen. Bei meiner IHK lag der Augenmerk auf die Einbindung der Auszubildenden in das Gesamtgeschehen. Zusätzlich wurde uns angeraten, etwas mehr Farbe in Spiel zu bringen, damit es für die Prüfer nicht zu eintönig wird. Das hängt aber wirklich von der jeweiligen IHK ab. Bislang konnte ich noch keinen roten Faden bei den Abläufen der mündlichen Prüfungen entdecken. Einige IHKs lassen die Ausbildereignung weitestgehend außen vor, andere wiederum legen ihr Hauptaugenmerk darauf. Auch die Anforderungen an den Aufbau unterscheiden sich sehr, so dass meine Präsentation wirklich nur als Beispiel dienen soll. Informiert euch am besten, wie genau eure zuständige Stelle es haben möchte. Dann sollte nichts mehr schief gehen.

Damit ihr einen Überblick bekommt, wie ich meine Präsentation gehalten habe, findet ihr nachfolgend den Schriftsatz meiner Präsentation. Diese könnt ihr mit den Folien abgleichen und erhaltet einen groben Überblick über Inhalt und Formulierung.

 

Einleitung

Liebes Prüfungsteam,

mein Name ist Christina Harder und ich freue mich auf konstruktive aber auch unterhaltsame 50 Minuten.

Mein Präsentationsthema kommt aus dem Bereich: Gestalten und Pflegen von Kundenbeziehungen, kurz GF, unter "Veranstaltungen planen, gestalten und durchführen".

Da das Unternehmen, in dem ich momentan tätig bin, nicht ausbildet und auch nicht im Bereich Veranstaltung tätig ist, habe ich für diese Präsentation ein fiktives Unternehmen kreiert. 

 

Folie 3

Das Hotel Sonnentau ist ein inhabergeführtes Hotel. Es hat 180 Zimmer, 3 Seminarräume für z.B. Tagungen und einen größeren Saal, der Platz für 80 Personen bietet. Zusätzlich verfügt das Hotel über ein Restaurant und eine kleinere Bar.

Im Hotel arbeiten zur Zeit 87 Mitarbeiter plus 12 Auszubildende, in unterschiedlichen Ausbildungsjahren.

Es gibt keinen Betriebsrat. 

 

Folie 4

Mein Name ist, wie bereits erwähnt, Christina Harder. Ich bin 37 Jahre alt und habe meine Ausbildung als Hotelfachfrau abgeschlossen. Momentan arbeite ich ...  .

In meiner Präsentationssituation werden 2 Auszubildende beteiligt sein.

Zum einen Anna, 20 Jahre, im 2. AUSBILDUNGSjahr und zum anderen Jonas, 21 Jahre alt, im 3. AUSBILDUNGSjahr.

Beide lernen den Beruf Hotelfachfrau bzw. –mann und arbeiten aktuell im Bankett.

  

Folie 5

Wie jedes Jahr dürfen alle Auszubildenden einen Familientag planen, um den Eltern den Arbeitgeber sowie das Arbeitsumfeld und damit verbunden die tägliche Arbeit zu präsentieren.  In diesem Jahr haben sich die Azubis von 3 selbst erarbeiteten Vorschlägen mehrheitlich für einen Tag der offenen Tür entschieden. Entsprechende Ideen/Themen wurden gemeinschaftlich erarbeitet und der Tag entsprechend geplant mit einer offiziellen Begrüßung, Hausführungen in mehreren kleinen Elterngruppen, anschließendem 3-Gang-Menü (-> zeigen) mit integriertem Service durch die Azubis.Für die Eltern besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Übernachtung im Haus nach vorheriger Reservierung .Für die Präsentation habe ich mich auf einen Teilbereich des Ablaufes konzentriert. Anna und Jonas sind mit dem Herrichten des Raumes für das Galadinner betraut worden. Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen, die sie während ihrer Ausbildung bislang gezeigt haben, werden die beiden weitestgehend selbstständig arbeiten können. Sie sind durch ihre kognitive Reife in der Lage Vorab-Informationen zielgerichtet einzuholen, diese nach Relevanz zu gliedern sowie aufzubereiten und selbstständig umzusetzen. 

 

Folie 6+7

Das selbstständige Herrichten von Veranstaltungsräumen wird vorrangig im 3. Ausbildungsjahr durchgenommen. Die Grundlagen werden aber schon in den ersten beiden vorherigen Ausbildungsjahren vermittelt.  Mein Präsentationsthema ist im Ausbildungsrahmenplan der Hotelfachleute unter dem Richtlernziel „Wirtschaftsdienst“ zu finden. Verfeinert wird es als Groblernziel „Gästeräume angebots- und anlassbezogen herrichten“. Da jedes Unternehmen aus den Groblernzielen die passenden Feinlernziele erstellt, ist es in diesem Fall das Ziel, dass die Auszubildenden den Veranstaltungsraum für das Galadinner der Eltern selbstständig herrichten.

 

Folie 8+9

Das grobe Ablaufschema setzt sich wie folgt zusammen:

Der Ausbilder gibt die genaue Aufgabensituation an die beiden Azubis.

Mittels eines Leittextes erhalten die beiden Azubis eine Richtschnur über die theoretisch korrekte Umsetzung der Aufgabe. (Leittext aushändigen)

-> Bezug auf Hofa-Buch!

Da sowohl Anna wie auch Jonas durch eine selbstständige und gewissenhafte Arbeitsweise aufgefallen sind, sich schnell in neue Aufgaben einarbeiten und diese mit bereits Erlerntem verknüpfen können, bietet sich als Unterweisung das Modell der vollständigen Handlung an. Es ist davon auszugehen, dass die beiden nach der vorherigen Unterweisung selbstständig in der Lage sind, die Aufgabe durchzuführen.

Das MdvH besteht aus 6 Punkten

Informieren – Planen – Entscheiden – Ausführen – Kontrollieren - Bewerten

-> An der Metaplan-Wand befindet sich eine allgemeine Darstellung des Modells, während in meiner Präsentation das Modell auf meine Situation angepasst ist.

(Anlage 1)

 

Folie 10

Mittels des Leittextes erhielten die beiden eine theoretische Vorlage für das Vorgehen.

Allerdings werden noch zusätzliche Informationen benötigt.

Hierfür müssen sie sich mit den einzelnen Abteilungen kurzschließen wie z.B.

Küche – Menügestaltung

Reservierung – Teilnehmeranzahl für das Dinner

M&E – Belegungsplan der Räume für entsprechenden Tag, Vorschlag für Raumauswahl

Housekeeping – Zeitpunkt/Organisation der Grundreinigung

Stewarding – Bereitstellung/Organisation von Tischen, Stühlen, Tischwäsche

Bankett – Anordnungspläne wie Mise en place-Wagen, Raumpläne mit Stellmöglichkeiten

Die gesammelten Informationen müssen anschließend durch Anna und Jonas bearbeitet und sortiert werden, so dass ein Gesamtbild entsteht.

Auf dieser Grundlage planen die beiden die Umsetzung der Aufgabe mit mehreren Alternativen bezüglich des Vorgehens. Zur Orientierung erhalten die zwei einen Entwurf einer Checkliste sowie eine Blanko-Liste, die sie individuell auf ihr Konzept anpassen können (Anlage 2) 

 

Folie 11

Anschließend erstellen die beiden Azubis für sich einen Ablaufplan, in dem ersichtlich ist, bis wann welche Informationen endgültig benötigt werden. Gleichzeitig entscheiden sie auf Grundlage ihrer Planung, welche Bausteine optimal zusammenpassen können, damit die Umsetzung gelingen kann.

Im Anschluss stellen Anna und Jonas dem Ausbilder ihr Konzept vor.

Der Ausbilder sollte sinnvolle Aspekte positiv erwähnen und die Azubis motivieren. Gemeinsam können sie das bisherige Vorgehen und das Handlungskonzept reflektieren

Ist alles soweit stimmig, starten die zwei Azubis mit dem Herrichten des Veranstaltungsraumes. Ihre selbst erstellte Zeitplanung sowie die Checkliste soll die beiden unterstützen, damit nichts vergessen wird.

 

Folie 12

Nach der Durchführung kontrollieren Anna und Jonas erst einmal selbstständig ihr Ergebnis anhand ihrer Checkliste. So können sie noch kleine Verbesserungen vornehmen. Sind die beiden mit dem Ergebnis zufrieden, wird der Ausbilder mit einbezogen.

Anna und Jonas stellen ihm ihr Endergebnis vor. Dieser vergleicht das Endwerk mit seinem eigenen Bewertungsrahmen, der sowohl die praktische Umsetzung wie auch die Handlungskompetenzen der beiden Azubis beinhaltet. (Anlage 3)

Durch gemeinsames Reflektieren bleiben die gesammelten Erfahrungen für Anna und Jonas langfristig im Gedächtnisspeicher verankert.

Zum Schluss hebt der Ausbilder noch einmal die positiven Aspekte hervor und bedankt sich bei den Auszubildenden für ihr Engagement

Durch erstellen eines Berichtes im Ausbildungsnachweis kann der Ausbilder zudem überprüfen, ob die beiden die Erfahrungen verinnerlicht haben und in der Lage sein werden, diese auf andere Bereiche zu übertragen (Anlage 4)

 

Folie 13

Nach Abnahme des Ausbilders kann das Galadinner für die Eltern abends beginnen.

Die Eltern erhalten einen Eindruck von der Räumlichkeit und werden in das Thema gehobene Gastronomie geführt. Durch den Tag der offenen Tür hat sich ihr Augenmerk auf essenzielle Dinge der Gastronomie verschärft.

Das dargestellte Bild dient als Beispiel und als eine Möglichkeit, eine solche Aufgabe umzusetzen.

(Servietten-Beispiele)

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