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Lernunterlagen vs. Prüfungsanforderungen

In letzter Zeit erreichen mich immer wieder Nachfragen per Mail, ob die ausgehändigten Lernunterlagen wirklich für die Prüfung genügen. Es scheint für viele von euch ein relevantes Thema zu sein. Von daher eine kurze Einschätzung meinerseits:

Viele von euch sind wahrscheinlich über eine IHK angebunden. Somit habt ihr auch die entsprechenden IHK-Skripte (im Wert von knapp 150€) bekommen. Diese Skripte beinhalten, meiner Meinung nach, maximal 50% des prüfungsrelevanten Stoffes. Man kann mit ihnen arbeiten, aber es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Für den Rest sind die jeweiligen Dozenten zuständig. Der vermittelte Inhalt ist natürlich sehr von der Kompetenz der Dozenten abhängig. Viele Rückmeldungen haben ergeben, dass viele von euch nicht wirklich zufrieden mit ihren Dozenten sind und vielfach die Themen nur unzureichend vermittelt werden. Von daher müsst ihr euch notgedrungen häufig in Eigenrecherche die entsprechenden Themen zusammensammeln. Gute Bücher gibt es zu dem Fachwirt kaum (gar nicht). Ich kann euch jedoch das Lehrbuch von Maike Haverland empfehlen. Es enthält mehr Informationen als die Skripte der IHK und ist im Vergleich dazu wirklich günstig. Ich selber habe mich für die Prüfung mit dem Buch von Anke Globig vorbereitet, was auch noch andere Aspekte mit abdeckt. 

Anbei einige Auszüge meines Mail-Verkehrs, durch den ihr zusätzlichen Input bekommt.

 

"Der Fachwirt hat es theoretisch ganz schön in sich. Er umfasst wirklich ein weites Spektrum an abzuhandelnden Themen. Wie und ob diese vermittelt werden, hängt wirklich sehr stark von den einzelnen IHKs und dann auch noch von der Kompetenz der Dozenten ab.

 

Die Prüfungen gehen mitunter sehr in die Tiefe, so dass der Unterrichtsstoff nicht immer reicht. Von daher macht es Sinn, sich immer auch darüber hinaus mit den Themen zu beschäftigen. Im Endeffekt sollten die Teilnehmer wirklich ein fundiertes Wissen in allen Bereichen haben. Da hapert es teilweise aber an der Kompetenz der Dozenten.

 

Ich würde auch empfehlen, dass Sie sich alte Prüfungen besorgen und diese durchgehen. Zum einen merken Sie, wie die Prüfungen aufgebaut sind und zum anderen können Sie Ihr Wissen testen. Die meisten IHKs stellen ihren Teilnehmern diese gratis für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung.

 

Bei der mündlichen Prüfung wiederum entscheidet sehr stark die Sympathie der Prüfer. Da steht die eigentliche Fachkompetenz eher im Hintergrund."

"Bei der Prüfung zum FBUP fallen knapp 10% der Teilnehmer durch. Das ist ein recht geringer Prozentsatz. Allerdings wird die Prüfung von Jahr zu Jahr anspruchsvoller und komplexer. Die Prüfung zu schaffen ist aber auf jeden Fall machbar. Wichtig sind allerdings regelmäßig die Themen aus dem Unterricht aufzufrischen und auch selbstständig aufzuarbeiten. Theoretisch müsstest du neben der Weiterbildung noch zwischen 4-10 Stunden wöchentlich mit Hausaufgaben, Vor- und Nacharbeiten rechnen.

 

Die Prüfung ist definitiv anders als die Abschlussprüfung einer Ausbildung. Zum Ausbildungsende hin wird noch relativ viel "theoretisches" Wissen abgefragt. Bei der Prüfung der Fachwirte geht es um mehr. Hier steht die praktische Erfahrung im Vordergrund. Zusätzlich musst du gut verknüpfen, reflektieren und analysieren können. Gerade für die Teilnehmer in meiner Gruppe, die erst vor kurzem ihre Ausbildung abgeschlossen haben, war das eine wirkliche Herausforderung. Da fehlte es einfach noch an praktischer Erfahrung. Aber auch die haben die Prüfung geschafft.

 

Fange am besten 6 Monate vor der schriftlichen Prüfung an, die mit den alten Prüfungen zu beschäftigen. So kannst du ungefähr erahnen, was auf dich zukommt."

Solltet ihr weitere Fragen haben, schickt mir gerne eine Mail. Ich werde diese dann zeitnah beantworten :-) 

 

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