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In eigener Sache

Es gibt im Vergleich zu den anderen Fachwirt-Bereichen recht wenig Teilnehmer, die sich für den FBUP entscheiden. Im Jahr 2018 waren es gerade einmal 600 eingetragene FBUPs Deutschlandweit. Beim Handels- oder auch Wirtschaftsfachwirt sind es mehrere tausend Teilnehmer pro Semester. Dies führt natürlich dazu, dass es keine geeignete Fachliteratur gibt. Die Verlage möchten nicht viel investieren, wenn die entsprechende Nachfrage nicht da ist. Das ist nur allzu verständlich. Die IHKs, als einzig zugelassene Stelle, um die Prüfung abzulegen, bieten immerhin Skripte an. Diese durfte ich auch für 150,-€ erwerben. Da diese aber wirklich nur gerade so die Basis enthalten haben, habe ich pro Woche noch knapp 15-20 Stunden mit Recherche verbracht. Diese Zeit hätte ich sinnvoller fürs Lernen nutzen können, wenn es generell Literatur dazu gegeben hätte. Aktuell gibt es zwei Bücher auf dem Markt. Beide Bücher, eins von Anke Globig, das andere von Maike Haverlandt, wurden von Fachwirten geschrieben, die die Prüfung schon abgelegt haben. Sie haben, ebenso wie ich, viel Zeit mit Eigenrecherche verbracht, waren unzufrieden mit den Unterlagen der IHK (150,-€) und wollten zukünftigen Teilnehmern das Lernen erleichtern. Vermehrt erreichen mich Nachrichten, in denen sich die Leute über die Qualität der Bücher beschweren. Dies finde ich, ehrlich gesagt recht respektlos. Beide Damen haben viel Zeit darin investiert, für kommende Generationen Informationen gebündelt bereitzustellen. Es gibt aktuell noch keinen Verlag, der mit Experten zusammen dieses Buchprojekt in Angriff nehmen möchte. Umso dankbarer wäre ich gewesen, hätte ich Unterlagen gehabt, die nur einen Bruchteil des Preises kosten, was die IHK verlangt. Zudem machen die IHK-Skripte inhaltlich nur 50% des Stoffes aus, den diese Bücher bieten. Sie sind vielleicht nicht perfekt, aber was oder wer ist das schon. Dafür wurden sie mit viel Herzblut geschrieben. Für jeden Autor ist das eigene Buch wie ein eigenes Baby. Genauso geht es mir mit meiner Homepage. Sie ist sicherlich nicht perfekt, aber sie wird von mir mit Liebe gepflegt.

Und für alle, die sagen, die Bücher wären zu teuer: ein Autor verdient nur knapp 10% des Verkaufspreises. 90% gehen an den Buchhandel, der die wenigste Arbeit hat. 

Von daher, macht euch vorher Gedanken, bevor ihr euch beschwert. Und fragt euch vor allem, ob ihr es besser hinbekommen hättet oder ob ihr überhaupt mit einem Projekt (Buch/Homepage) angefangen hättet.

Lieben Gruß

Christina

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